Nehme Dir täglich 20 Minuten Zeit zum meditieren. Wenn Du keine Zeit hast, meditiere 1 Stunde!
– altes Zen-Sprichwort –

Worum geht es beim Meditieren eigentlich? Meditieren bedeutet, den Geist zur Ruhe kommen zu lassen. Raus aus dem Gedankenkarussel! Und wer kennt das bitte nicht? Kennt ihr das folgende Phänomen? Du setzt dich hin, möchtest innerlich still werden und zur Ruhe kommen und dann geht der Affenzirkus im Kopf erst richtig los. So geht es mir auch sehr oft. Aber verzweifelt nicht, die tägliche Übung ist das A und O. Es kommt nicht auf die Dauer an, fange ruhig mit 5 min. an und steigere dich langsam bis du etwas mehr Übung hast.

Ganz wichtig:​ ES GIBT NICHTS ZU TUN UND NICHTS ZU ERREICHEN!

Mache dir keinen Druck beim meditieren. Setze dich ruhig und entspannt hin, so dass du eine Zeit lang sitzen kannst ohne die Position zu verändern. Halte dich aufrecht und gerade, schließe die Augen, atme ruhig und entspannt. Wenn Gedanken auftauchen, nehme sie wahr und lasse sie wie Wolken an dir vorüber ziehen.

Wir denken alle und das pausenlos. Es geht beim meditieren nicht darum krampfhaft an nichts zu denken, sondern einfach die Gedanken achtsam wahrzunehmen und vorbeiziehen zu lassen, ohne sich darin zu verlieren. Du kannst auch eine Hand auf deinen Bauch legen und dich auf die Atmung konzentrieren, wie sich die Bauchdecke hebt und senkt, das beruhigt den Geist und hilft dir achtsamer zu werden.

Für diejenigen unter uns, denen es schwer fällt sich einfach nur hinzusetzen und nichts zu tun, oder sich nur auf den Atem zu konzentrieren und die Gedanken vorbeiziehen zu lassen, kann ich jedem die Metta Meditation sehr ans Herz legen. Die Metta Meditation schenkt dir Ruhe und Frieden und zaubert dir ein Lächeln ins Gesicht.

Ich spreche hier aus eigener Erfahrung, da es mir auch sehr schwerfällt, den Geist zur Ruhe zu bringen. Für mich ist es leichter, die vier Metta Sätze innerlich zu mir zu sprechen, um den Geist zu beruhigen und mein Herz mit der liebevollen Güte dieser Sätze zu füllen.

Die Metta Meditation kommt aus der Buddhistischen Praxis und wir stärken in dieser Meditation die Absicht, liebevoll und wohlwollend mit uns selbst und anderen umzugehen. Wir lernen Selbstfürsorge, uns selbst genauso respektvoll, freundlich, wohlwollend und mitfühlend zu behandeln,
wie wir eine gute Freundin/Freund behandeln würden.

Die klassischen Metta Sätze lauten:

Möge ich glücklich und zufrieden sein

Möge ich mich immer sicher und geborgen fühlen

Möge ich gesund sein

Möge ich mit Leichtigkeit und Liebe durchs Leben gehen

Mit diesen Sätzen richtest du deine Aufmerksamkeit nach innen, schließe dabei die Augen, lege vielleicht eine Hand dabei auf dein Herz und spüre, wie es sich anfühlt diese Wünsche für dich auszusprechen. Du kannst auch noch einen ganz persönlichen Satz für dich hinzufügen der dir gerade passend erscheint (z.B. „möge ich erfolgreich sein“ o.ä.) Du kannst sie aber auch etwas anders oder kürzer formulieren, so dass sie dir leicht über die Lippen gehen.

Wenn du diese Meditation eine Weile praktiziert hast und dich damit wohl fühlst, kannst du auch die Wünsche für andere Personen aussprechen. Stelle dir einfach einen geliebten Menschen vor und spreche innerlich die Sätze zu dieser Person.

Mögest du glücklich und zufrieden sein

Mögest du dich immer sicher und geborgen fühlen

Mögest du gesund sein

Mögest du mit Leichtigkeit und Liebe durchs Leben gehen

Praktiziere am besten täglich, egal wie lange, ob nur 5 Minuten oder 1 Stunde und du wirst mit der Zeit spüren, wie sich dein Herz dir selber und anderen gegenüber öffnet. Die Metta Meditation der liebevollen Güte entspannt und stärkt deinen Selbstwert, deine Selbstliebe, sowie dein Mitgefühl zu dir selbst und anderen.

Wenn du gerade mit einer Person einen Konflikt hast, oder jemandem vergeben möchtest der dir nicht wohlwollend erschienen ist, kannst du diese Sätze auch zu einer Person sprechen, die du nicht magst. Ich gebe zu das dieser Teil auch für mich die größte Herausforderung darstellt. Es geht aber dabei nicht darum etwas gutzuheißen was jemand Ungerechtes getan hat, sondern seinen eigenen Ärger und seine Wut oder Verletzung abzulegen und Frieden mit dem zu schließen, was man eh nicht mehr ändern kann. Indem du deine innere Haltung der Person gegenüber änderst, kannst du auch im realen Leben der Person entspannter gegenübertreten oder sogar eventuelle Konflikte beseitigen.

Probiere es einfach aus und berichte mir von deinen Erfahrungen. Ich freue mich von dir zu hören.

In dem Sinne wünsche ich all meinen Lesern von Herzen:

Mögest du glücklich sein

Mögest du dich immer sicher und geborgen fühlen

Mögest du gesund sein

Mögest du mit Leichtigkeit und Liebe durchs Leben gehen