Was machst du wenn du nicht gut drauf bist, wenn du traurig bist oder wütend. Unterdrückst du deine Gefühle, setzt eine Maske auf und „funktionierst“?

Wir haben von klein auf gelernt zu funktionieren. Wer kennt nicht Sätze wie „jetzt ist aber mal gut“, „das ist doch kein Grund zu heulen“ oder „jetzt reiß dich aber mal zusammen“.

Wir haben gelernt unsere unangenehmen Gefühle zu verdrängen, sie verändern zu wollen, uns sogar für sie zu schämen, oder uns komplett in ihnen zu verlieren. Dabei ist die gesündeste Art Gefühle loszulassen oder zu verändern zuerst die Gefühle überhaupt erst einmal anzunehmen so wie sie sind. Unsere Gefühle sind da um gesehen zu werden, wahrgenommen und ernst genommen zu werden. Dann folgt meist ganz automatisch ein Prozess in dem sich die Gefühle verändern und losgelassen werden können.

Es nutzt nichts unangenehme Gefühle zu verdrängen, denn sie werden uns immer wieder einholen. Und je länger und hartnäckiger man versucht sie zu verdrängen, desto heftiger holen sie einen unter Umständen ein und überrollen einen, so dass man in ihnen ertrinkt. Oder sie manifestieren sich in Form von Blockaden und Verhärtungen und machen uns irgendwann krank. Unterdrückte Gefühle ziehen uns Energie ab, weil es anstrengend ist, sie ständig zur Seite zu schieben.

Egal was es für Gefühle sind, sie sind immer jetzt, du fühlst nicht gestern und nicht morgen. Gefühle finden im Moment statt, nehme sie achtsam wahr, gebe ihnen Raum und dann werden sie auch weiter ziehen. Rede mit jemandem darüber, weine wenn dir danach ist, schreibe sie auf wenn sich dich erdrücken, dann atme tief und ruhig und lasse sie gehen.

Meistens sind Gefühle Reaktionen auf unsere Gedanken. Und unsere Gedanken können wir beeinflussen und positiv lenken. Denn denke daran… auf die Dauer der Zeit nimmt die Seele die Farbe deiner Gedanken an. 🙂