Worum geht es beim Meditieren eigentlich? Meditieren bedeutet, den Geist zur Ruhe kommen zu lassen. Raus aus dem Gedankenkarussell! Und wer kennt das bitte nicht? Du setzt dich hin, möchtest innerlich still werden und zur Ruhe kommen und dann geht der Affenzirkus im Kopf erst richtig los. Es kommt nicht auf die Dauer an, fange ruhig mit 5 min. an und steigere dich langsam bis du etwas mehr Übung hast.

Ganz wichtig:​ ES GIBT NICHTS ZU TUN UND NICHTS ZU ERREICHEN!

Mache dir keinen Druck beim meditieren. Setze dich ruhig und entspannt hin, so dass du eine Zeit lang sitzen kannst ohne die Position zu verändern. Halte dich aufrecht und gerade, schließe die Augen, atme ruhig und entspannt. Wenn Gedanken auftauchen, nehme sie wahr und lasse sie wie Wolken an dir vorüber ziehen.

Wir denken alle und das pausenlos. Es geht beim meditieren nicht darum krampfhaft an nichts zu denken, sondern einfach die Gedanken achtsam wahrzunehmen und vorbeiziehen zu lassen, ohne sich darin zu verlieren. Du kannst auch eine Hand auf deinen Bauch legen und dich auf die Atmung konzentrieren, wie sich die Bauchdecke hebt und senkt, das beruhigt den Geist und hilft dir achtsamer zu werden.

Die Metta Meditation kommt aus der Buddhistischen Praxis und wir stärken in dieser Meditation die Absicht, liebevoll und wohlwollend mit uns selbst und anderen umzugehen. Wir lernen Selbstfürsorge, uns selbst genauso respektvoll, freundlich, wohlwollend und mitfühlend zu behandeln,
wie wir eine gute Freundin/Freund behandeln würden.

Die klassischen Metta Sätze lauten:

Möge ich glücklich und zufrieden sein
Möge ich mich immer sicher und geborgen fühlen
Möge ich gesund sein
Möge ich mit Leichtigkeit und Liebe durchs Leben gehen

Mit diesen Sätzen richtest du deine Aufmerksamkeit nach innen, schließe dabei die Augen, lege vielleicht eine Hand dabei auf dein Herz und spüre, wie es sich anfühlt diese Wünsche für dich auszusprechen. Du kannst auch noch einen ganz persönlichen Satz für dich hinzufügen der dir gerade passend erscheint (z.B. „möge ich erfolgreich sein“ o.ä.) Du kannst sie aber auch etwas anders oder kürzer formulieren, so dass sie dir leicht über die Lippen gehen.

Wenn du diese Meditation eine Weile praktiziert hast und dich damit wohl fühlst, kannst du auch die Wünsche für andere Personen aussprechen. Stelle dir einfach einen geliebten Menschen vor und spreche innerlich die Sätze zu dieser Person.

Mögest du glücklich und zufrieden sein
Mögest du dich immer sicher und geborgen fühlen
Mögest du gesund sein
Mögest du mit Leichtigkeit und Liebe durchs Leben gehen

Wenn du gerade mit einer Person einen Konflikt hast, oder jemandem vergeben möchtest der dir nicht wohlwollend erschienen ist, kannst du diese Sätze auch zu einer Person sprechen, die du nicht magst. Es geht aber dabei nicht darum etwas gutzuheißen was jemand Ungerechtes getan hat, sondern seinen eigenen Ärger und seine Wut oder Verletzung abzulegen und Frieden mit dem zu schließen, was man eh nicht mehr ändern kann. Indem du deine innere Haltung der Person gegenüber änderst, kannst du auch im realen Leben der Person entspannter gegenübertreten oder sogar eventuelle Konflikte beseitigen.